Donnerstag, 6. Januar 2011

Uiuiui...ich glaube hier gibt es einiges nachzuholen!

Wie dieser Blogtitel schon sagt, ich habe euch wirklich einiges mitzuteilen und sehe mich gerade einer Fuelle von Informationen, Eindruecken und Bildern gegenuebergestellt, vollkommen planlos, was man euch denn wirklich Wichtiges erzaehlen kann, denn fuer mich gibt es 1000 Klitzekleinigkeiten, die es eigentlich wert waeren wenigstens erwaehnt zu werden.

Am Besten ist es wohl ersteinmal mit der Nordinsel abzuschliessen. In Taupo (Lake Taupo ist uebrigens der groesste See der suedlichen Hemisphere...haha, wie irgendwie alles in Neuseeland) haben Marlen und ich naemlich ein besonders tolles Nikolausgeschenk bekommen und damit meine ich nicht unsere Wanderschuhe, die Kirsten stellvertretend mit Leckereien gefuellt hat, sondern ein Erlebnis, das mir keiner mehr nehmen kann.
Wir haben es gewagt, mit Fallschirm bepackt, in ein Flugzeug zu steigen, auf 12000 ft (ungefaher 4000m) fliegen zu lassen und dort per Rueckwaertssalto den Himmel zu begruessen bzw anzuschreien. Ja, so ein Skydive laesst doch zo einige Glueckshormone in einem hcohsteigen. Die 40 Sekunden freier Fall vergingen wie im Flug ;) und das Adrenalin liess meine Haende zittern, wobei mein Magen keine Beschwerde hat aufkommen lassen. It was amazing!



Da sollen wir hoch?


Voellig ueberwaeltigt...

von diesem Adrenalinkick sollten wir am naechsten Tag eine ziemlich anstrengende Wanderung antreten. Das Tongariro Crossing. Diese siebenstuendige Tour hat uns wirklich einiges an Kraft gekostet, denn nicht nur die schwer bewanderbaren Pfade, sondern auch das Wetter vereinfachteten den Aufstieg nicht.
Marlen steckte die Grippe noch in den Knochen, was auch nicht gerade vorteilhalft war, aber diesen Trek kann ich wirklich jedem empfehlen, der Spass daran hat sieben Stunden lang durch eine wirklich karge Vulkanlandschaft zu wandern. Lieblich ist die Gegend nicht, doch ich fuehlte mich wie ein kleiner Hobbit.
Eigentlich lassen wir gerne mal Sprueche wie :"Was wollen denn die ganzen dummen Touris hier!", wenn wir ploetzlich nicht mehr allein an einem wunderbaren Sandstrand liegen oder den noerdlichsten Zipfel der Nordinsel bestaunen , doch diesmal war ich mehr als froh, dass dieser Weg zu den Attraktionen Neuseelands gehoert. Die Wege bestehen groesstenteils aus Geroellfeld, was heisst, dass man 2 Schritte vor und einen zurueck macht. So trottelig wie ich bin, schaffte ich es natuerlich auch noch ein wenig in rutschen zu kommen, was mir in diesem Moment wirklich Angst einjagte, da der Nebel unsere Sicht behinderte, der Wind uns mit70km/h um die Ohren pfeifte und die Steinwand nicht gerade zum Rutschen einlud. Im Endeffekt ist ja alles gut gegangen. Mich haben die tuerkisblauen Schwefelseen in dieser kargen Landschaft ziemlich beeindruckt und finde, dass sich die Strapazen mehr als gelohnt haben. Ehrlich gesagt ist es mit ein Highlight der bisherigen Wanderungen, denn es werden noch ein paar folgen.


Lass hier bitte keinen Vulkan ausbrechen


Abstieg...die Landschaft aendert sich.

Am Abend suchten wir wieder unseren Stellplatz am Waikato River auf. Dieser ist einfach so unaglaublich blau und lud uns natuerlich dazu ein, das ausgeschwitzte Salz von der Wanderung abzuwaschen. Dies entpuppte sich jedoch als ein wenig komplizierter als gedacht, da die Stroemung ziemlich stark ist. So kam es, dass wir uns gegenseitig festhielten, wenn die eine den einshamponierten Kopf unter Wasser hielt. Keine Panik, wir haben ein spezielles Shampo, auf natuerlicher Basis, damit wir im naechsten, hoffentlich glasklaren Fluss ein Bad nehmen koennen. Ohne dieses waer ich wirklich aufgeschmissen, denn Kirsten und Marlen muessen meine Launen ertragen, wenn ich zwei Tage keine Dusche gesehen habe und mich nur auf der oeffentlichen Toilette waschen konnte. Baeh,pfui. Luke hatte es uebrigens auch ziemlich noetig. Wir haben bis gestern vergebens nach einer Tankstelle mit Staubsauger gesucht, denn ich war mir ziemlich sicher, dass sich bald nicht nur die nervigen Sandflies und Muecken bei uns wohlfuehlen wuerden und nein Maurits, ich habe definitiv KEINEN Putzfimmel!



So, das wars...ah, noch nicht ganz. Ich finde, es sollte noch erwaehnt werden, dass Marlen nach dem Tongariro Crossing so erschoepft war, dass ihre Beine beim Zaehneputzen am Waikato River einfach nachgaben und Kirsten und ich, die sich gerade auf dem Weg zum stinkenden Plumpsklo begeben wollten, nur einen lauten Platscher hoerten. Ja, die Kraft liess nach und die Liebe versank samt Schlafanzug und Socken im Fluss. Unser Gelaechter koennt ihr euch sicherlich vorstellen.
In den folgenden Tagen ging es nach Wellington, die Hautptstadt Neuseelands, um dort am 10ten Dezember mit der Faehre auf die Suedinsel ueber zu setzen.





Beautiful Southisland

Ohja, auf diesen Tag hatten wir doch ein wenig hingefiebert, denn jeder Neuseelaender oder auch Reisende versicherte uns, dass wir hier die schoensten Orte des kiwianischen Reiches erkunden koennen.

Der erste Punkt auf unserer Must-do-list war der hoch angepriesene Abel Tasman National Park. Ein Nationalpark, der fuer seine goldgelben Straende und tuerkises Wasser bekannt und dadurch auch bei Kayakfahrern sehr beliebt ist.
Voller Freude traten wir, bei leicht bewoelktem Wetter, mit 16kg Gepaeck auf dem Ruecken die Reise an. 16kg...wofuer das denn bitte? Diese Tour sollte diesmal nicht nur einen einzigen Tag in Anspruch nehmen, denn wir hatten Zelt und Campingutensilien fuer vier Tage auf den Ruecken geschnallt.





Gut gelaunt wanderten wir also 4h zu unserem ersten Campinground, wo wir das Zelt aufschlugen und die Sonnenstrahlen am Strand geniessen konnten. Mein absolutes Hit war die Tatsache, dass wir dort sogar eine Suesswasserdusche auffanden. Der Strahl war super. Begutachtet doch bitte Marlen, wie sie in den Genuss der fliessenden Wassers kommt. Uebirgens scheint der durchschnittliche Kiwi nicht groesser als 1,70m zu sein, denn ich Zwerg stosse bereits mit der Ruebe unter den Duschkopf. Frau Berger schlaegt also zwei Fliegen mit einer Klatsche und dehnt sich beim Duschen einfach.



An diesem Abend liefen uns noch einige nette Leute ueber den weg, mit denen wir nicht nur die restlichen Tage im Abel Tasman verbirngen sollten. Unser eigentliches Ziel fuer den naechsten Tag war die Barks Bay, doch da wir dieser bereits nach 2 h erreicht hatten, entschieden wir uns den anderen weiterhin Gesellschaft zu leisten um am Strand in Onetahuti unser Lager aufzuschlagen, schwimmen zu gehen und unseren Teint zu verschoenern. Wir hatten einen wirklich richtig coolen Abend mit Jona,Nadine, Kolja,Laura,Angela und Christoph (wollt ihr raten wo sie herkommen? Ja, hier ist es fast wie am Ballermann, denn sie sind allesamt Deutsch!).

Der dritte Tag brach an und von hier an auch das schlechte Wetter. Unser Endziel, das Wassertaxi in Totaranui hatten wir schnell erreicht, doch da wir ja noch eine Nacht fuer den Campingplatz eingebucht hatten, wollten wir diese nicht einfach verfallen lassen. So kam es, dass wir uns spontan dazu entschieden wieder weiter zu laufen.
Hier haette ich doch eigentlich schlauer seien sollen, denn die Campingurlaube meiner Kindheit waren nicht immer nur mit Sonnenschein erfuellt.
Dieser Tag sollte von Regen bestimmt sein, was meine Freude am Wandern nicht truebte, da es dabei aussergewoehnlich warm war, doch als wir, durch das Sand- und Huegelwandern geschafft und durchnaesst unsere Zelte aufbauten daemmerte es uns, dass diese Nacht nicht sonderlich angenehm werden sollte. So kam es auch. Ab 2.00 war an Schlafen nihct mehr zu denken, da die Pfuetzen im Zelt an Groesse zunahmen und der Regen pfeifend gegen die Zeltwand peitschte. Als das Tageslicht dann endlich um 6.00 den Strand erhellte brachen wir auf und packten unsere durchnaessten Schlafsaecke in unsere nassen Rucksaecke, schnuerten das regendurchflutete Zelt an unser Gepaeck und zogen unsere triefenden Klamotten an, um hoffentlich das erste Wassertaxi zu ergattern.

Der Weg war uns ja bereits bekannt, da wir ihn am Vortag gelaufen waren, doch nicht wieder zu erkennen. Kleine Baeche hatten sich zu mitreissenden Fluessen erhoben, die einen immer groesseren Graben in den Sand fressen sollten. Baueme waren umgestuerzt und der Regen prasselte weiterhin auf uns ein. Hierbei stellte ich fest, dass meine Regenjacke nicht ausreichend wasserabweisen ist, meine Wanderschuhe meine Fuesse auch nicht vor Naesse schuetzten koennen, wenn man sich im Weitsprung mit 16kg auf dem Ruecken versucht und meint den naechsten Bach ueberqueren zu koennen und ich eigentlich auch im Bikini haette losrennen koennen. Meine Kamera, die theoretisch bis 10m wasserdicht ist und aus 2m Hoehe herunterfallen darf ist diese Tour nicht ganz bekommen. Um genau zu sein funktioniert der Ausloeser nicht mehr und daher muss ich mir jetzt die Kameras meiner Travelmates schnappen oder mich einfach nur lieb grinsend fotografieren lassen.
Das mag sich jetzt alles schrecklich negativ anhoeren, aber wirklich...ich fand es mega klasse. Vom Schwierigkeitsgrad und von der Landschaft her ist der Abel Tasman, entgegen jeglicher Erwartungen, fuer mich nicht so reizend, aber so war es irgendwie ein kleines Abenteuer.
Weniger lustig war jedoch unser gesamtes Gepaeck zu trocknen. Hierfuer suchten wir ein nettes Hostel in NElson auf und tarfen uns wieder mit Kolja, Laura und Jona, welcher die Situation zwischenzeitlich doch ziemlich gut ausgedrueckt hat, als er in der letzten Nacht sagte; "Ich lieg auf meinem backpack wie auf ner Insel!!!!"


jaja, noch scheint die Sonne!


Schoen oder?

Nelson, die sonnigste Stadt Neuseelands!, so sagt man. Uns verfolgte der Regen allerdings weiterhin. Hier war es uebrigens auch, dass uns nachts ein paar Betrunkene aus dem Schlaf rissen, indem sie mit voller Kraft auf Luke einhaemmerten und uns lallend darauf aufmerksam machten, dass wir hier nicht campen duerfen. Das hoert sich ungefaher so an :"S'cuse me,ya can't camp hea!" Da sie uns doch eher einen Schrecken eingejagt haben, alsdass wir ihnen die Tuer oeffnen wollten, riefen sie die Polizei, die kurz darauf ankam, die Typen bat sich doch nach Hause zu begeben, sich fuer uns aber reichlich wenig oder besser gesagt gar nicht interessierte. Ja, so ist das hier. Eigentlich ist es nicht erlaubt, aber wenn man's macht juckt es irgendwie auch keinen.


Nelson Lake National Park
. Lauras und Koljas Reisezeit war gezaehlt, sodass wir nun einen vierten im Bunde haben. Denn der Wolfsburger hat sich dem, auch gerne mal koelsche-Karnevalslieder-singenden Reisetrio angeschlossen. Ich glaube er mag uns, meistens zumindest, denn der Koelner Karneval ist bekanntlicherweise ja nicht jedermanns Sache.
Vorteil fuer mich, die ja jetzt keine eigene funktionierende Kamera mehr besitzt, ist, dass Kolja ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf, ja fast schon Paparazzi ist.
Die Nelson Lakes luden auch wieder zu einer Tagestour ein. Den fuenfstuendigen, unbekannten Mt Robert Circuit fand ich doch wesentlich spannender als die Straende des Abel Tasman, denn er liefert aus 1400m atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Seen und Berge.











Das Panoramabild hat nun leider eine ziemlich schlechte Aufloessung, aber die eigentliche ermoeglicht es mir nicht, es hier online zu stellen, da es einfach zu gross ist.



Abends wurde wieder gebadet, was mich diesmal sehr viel Ueberwindung gekostet hat, denn unter diesem Steg wimmelte es von Aalen. Ja, Aale, nicht nur einfache Fische. Das sind fuer mich Wasserschlangen! Glaubt mir, ich war verzweifelt und habe keine andere Moeglichkeit gesehen mich vom Mief des Wandern zu befreien.

It's Christmas Time
Oh, hier wird es schwer. Ich glaube, dass man selber erst erleben muss, was es eigentlich heisst Weihnachten fern der Heimat und der Liebsten zu verbringen. Da fehlt einem doch so einiges, seien es die schoenen deutschen Weihnachtsmaerkte, wo man gemuetlich den ein oder anderen Gluehwein schluerfen kann, das schneebedeckte Bergische oder auch Sauerland, dass uns letztes Jahr dazu eingeladen hat, ein komplettes Wochenende einfach nur von Kreuzberg ueber Wipperfuerth nach Grunewald zu wandern und die Schule einen Tag zu vergessen um um 6.00 Uhr in der frueh die Skipiste in Winterberg zu rocken. Ein bisschen Tradition wollen wir jedoch waren und fuer den Heiligen Abend leckere Plaetzchen backen, die, wie zu Hause auch, nicht lange leben sollten.



Heilig Abend haben wir nicht allein verbracht, denn beim Tongariro Crossing lernten wir ein paar Jungs kennen, denen wir auf der Suedinsel noch das ein oder andere Mal begegnen sollten. Zusammen mit Jan, Hendrik,Sebastian und Fabian mieteten wir eine Huette in der Whites Bay un verbrachten Weihnachten groesstenteils am Strand.



Das diesjaehrige Festessen sollte uns aber nicht in den Geschmack von saftiugem Rotkohl, leckerem Sauerbraten und selbsgemachten Abpfelmus kommen lassen. Die Jungs schmissen den Grill an und die Bescherung erfolgte draussen auf der Terasse unter unserem, mit Muscheln geschmueckten "WEihnachtsbaum".





Die Nacht verbrachten wir unter sternenklarem Himmel auf dem Balkon und versuchten das Surren der Moskitos moeglichts auszublenden. Mein Schal wurde zum Mueckennetz umfunktioniert. Sebastian hatte weniger Glueck und wiess am 1ten Weihnachtstag an die 20 Stiche im Gesicht auf.


Hier noch eine kleine Weihnachtsgeschichte. Mein persoenliches Weihnachtswunder. Einen Abend suchten wir in Blenheim einen Mc Donalds auf, da es dort freien Internetzugang gibt. Kolja hatte sich also mit seiner riesen Kamera und Notebook auf dem Tisch ausgebreitet und ich versuchte fleissig Weihnachtsmails auf meinem iPhone zu tippen, als eine Frau zu uns kam und uns fragte, ob wir bereits gegessen haetten. Wir starrten einander verdutzt an und verneinten, woraufhin sie uns allen ein komplettes Menue ausgegeben hat. Ich konnte es nicht glauben. Wer mich kennt, weiss, dass ich eigentlich nicht der groesste Fan von Burgern bin und das Eis bevorzuge, doch diesmal hat es mir richtig gut geschmeckt, da wir uns so ein Haehnchen doch eher selten goennen. Diese verrueckte Neuseelaenderin wuenschte uns einen guten Appetit und sagte: "Just remember, God always blesses you, when you least expect it!" Ich konnte es nicht glauben und hatte Muehe meine Kinnlade wieder zu schliessen.

Schauen wir wirklich so beduerftig aus?

Kaikoura
Wir sind schon lange nicht mehr gewandert oder? Da hier, wie ihr ja wisst, nicht winterliche Temperaturen aufzuweisen sind, verbringt man den Tag am besten draussen.
Hier ein paar Aufnahmen vom Kaikoura Peninsula Walkway.







Der Peninsula Walkway war eher ein laengerer Spaziergang. So brachen wir am 27ten Dezember auf, um den 1600m hohen Mt Fyffe zu erklimmen. Der Aufstieg war ziemlich steil und dementsprechend anstrengend, aber der Ausblick hat sich wiedermal gelohnt.




Kolja war nicht ausgelastet genug und hat nicht nur seinen, sondern auch unseren 2ten Rucksack den Berg hochgeschleppt. DANKE!


Mensch, das war echt hart!


Aehh, wo soll ich bitte diesen Abhang runter?

Den Rueckweg sidn Kolja und ich durch ein Flussbett gewandert. Naja, wandern war das nicht immer. Oft einfach ein reges von Stein zu Stein huepfen um ueber den Fluss zu kommen. Teilweise wurde auch ein paar Felsen oder besser gesagt Felswaende entlang geklettert. Spass hat es wirklich sehr gemacht, aber wie es der Zufall will, ging ein Schritt daneben und ich sah mich wieder gezwungen meine Wanderschuhe trocken zu legen.




SILVESTER in Christchurch
Wie kann man wohl am besten ins neue Jahr feiern? Das ist hier auch wieder ganz anders, aber auf jeden Fall nicht so gewoehnungsbeduerftig wie Weihnachten. Ehrlich gesagt sogar richtig cool, denn auch wenn man hier keinen grossen Wert auf Feuerwerk legt, wissen die Neuseelaender, wie man ordentlich feiern kann. Wir fieberten als erste auf dieser Welt, ganze 12h vor der Heimat, dem neuen Jahr entgegen. Der Cathedral Square in Christchurch sollte mit Buehne und kleinem Feuerwerk dafuer die richtige Kulisse darstellen. Doch anders als bei uns besteht hier ja Licor Ban, das heisst, dass an oeffentlichen Plaetzen kein Alkohol getrunken werden darf. Ein wenig Schade finde ich das schon, aber es wird wohl seinen Sinn haben. Uns hat es nicht vom Party machen abgehalten, im Gegenteil zu Hendrik, der schlafend in das Jahr 2011 rutschte.
Wir hatten einen wirklich tollen Abend, wobei ich puenktlich zum Feuerwerk doch mit dem ein oder anderen Gedanken beim letzten Jahr Silvester war. Wir sind super reingerutscht, waren jedoch sehr froh um 5.00Uhr zu Hause zu sein. Was sich halt zu Hause nennt ;)



Neujahr fruehstueckten wir draussen mit Pancakes und frisch gebackenem Brot. Unser eigentliches Ziel fuer diesen tag war der Botanic Garden. Wir troedelten jedoch so sehr, dass wir diesen erst am spaeten Nachmittag erreichten.


Cathedral Square bei Tag


Schlender, schlender, schlender...




Hier noch ein kleiner Beitrag zu Koljas Haarpracht. Die war Neujahr naemlich so wunderbar, dass die Frau an der isite erstaunt feststellte, dass er ja eine ziemlich wilde Nacht gehabt haben muesse. Ja, das kann sich jetzt jeder selber was zu ausdenken, aber die Haare waren frisch gewaschen und gestylt!
Apropos Haare. Nach meiner Haarmodelkarriere waren die Spuren der Deutschlandflagge, die einst mein Haupt zierte nicht zu uebersehen, sodass immerwider ein grosser Balken an blondem und roten Haarschopf zum Vorschein kam. Ich habe mir sie deshalb einfach nochmal gefaerbt. Sicherlich nicht gesuender, aber die meine Haarfarbe war grauenhaft!





So, ich habe jetzt doch tatsaechlich ganze 5h gebloggt. Ich hoffe das wisst ihr zu schaetzen, denn meine Augen sind quadratisch und mein Kopf kann keine ordentlichen Saetzte mehr formulieren. Ich bedanke mich bei allen, die ueber die Feiertage an mich gedacht haben. Ich habe mich wirklich unglaublich ueber eure Nachrichten gefreut. Bitte habt Verstaendnis, wenn ich euch nicht direkt antworte. Eigentlich wollte ich das heute getan haben, aber dieser Post hat zu viel Zeit in Anspruch genommen.

Ganz liebe Gruesse sende ich in die ganze Welt, wo auch immer ihr gerade sein moegt.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ich wollte mich jetzt direkt mal fuer jegliche Schreib- und Tippfehler, sowie Buchstabenverdrehungen entschuldigen.Ihr wisst ja, was gemeint ist!

Heyho chicos,

ich kann es kaum glauben, wir haben bereits den 1ten Dezember, ein Tag den ich sonst sehr gerne habe, da er in mir umso mehr die Vorfreude auf Weihnachten weckt. Dieses Jahr wird diese besinnliche Zeit für uns jedoch ein wenig anders verlaufen, denn hier duftet es weder nach frischen Tannenzweigen, die Mamas Adventskranz zu einer richtigen Augenweide werde lassen, noch liegt ein Hauch von frisch gebackenen Vanillekipferln, Omas Spritzgebäck oder meinen geliebten Gewürzschitten in der Luft und beim Hinausgehen sind wir nicht gezwungen, vier Lagen an Kleidung anzulegen, die uns vor der winterlichen Kälte schützen sollen.
Stattdessen sehen wir uns gezwungen Sonnencreme aufzutragen und die Mittagssonne zu vermeiden. Es ist doch wirklich eine ganz neue Erfahrung und Weihnachtsstimmung wird mich dieses Jahr nicht auf den Heiligen Abend zufiebern lassen, trotzdem möchte ich mit keinem von euch tauschen.

Was haben wir die letzten Wochen so getrieben?
Nach Verlassen des Nordens brachte uns Luke sicher auf die Coromandel, ein Gebiet, dass besonders für seine Strände aufsehen erregt. Strände liebe ich bekanntlicherweise ja auch, problematisch wird es nur, wenn uns der liebe Gott anstatt Sonnenschein Nieselregen und große graue Wolken schickt. Meine Stimmung war geknickt, doch nach zwei Tagen brach die Sonne durch die feste Wolkendecke und meine Laune besserte sich erheblich.

Hier ein paar Endrücke, was uns die letzten Wochen so aufgehalten hat.


Cathedral Cove ist eine bekannte Touri-Attraktion, die uns allerdings wenig beeindruckt hat, da uns bereits auf dem weg zu dem bekannten Loch im Felsen klar wurde, dass dies doch eher ein Pilgerweg, als eine verlassene Sehenswürdigkeit sei. Das Wasser lud uns trotzdem zum Baden und der Fels zum Springen ein. Man beachte den Budda-ähnlichen Inder im Hintergrund.


Hot Water Beach. Das war wirklich ein Spass. Um 7.00 Uhr in der Früh begaben wir und mit 3 Tellern, die Spaten und Wassereimer zugleich ersetzen sollten an den Strand, da man sich hier seine eigenen heißen Pools buddeln kann. Dies ist jedoch gezeitenabhängig. Die Teller waren eine große Hilfe, was das Sandbuddeln anging, doch das kalte Meerwasser konnten wir nur unzureichend damit transportieren, um das teils 60 Grad heiße, aus den Quellen fließende Wasser zu verdünnen. Auf Kirsten Seite sprudelte es recht kalt, während ich teilweise das Gefühl hatte auf einer Herdplatte zu sitzen.





Große Freude hatten wir beim Erklimmen des "Pinnacles", ein 756m hoher Berg. Das mag sich nicht nach allzu viel anhören, doch der Aufstieg kostete uns fast 3 Stunden und einige Schweißperlen. Unsere T-shirts waren mehr als durchnässt und am Gipfel angekommen bließ ordentlich der Wind, was dazu führte, das Marlen die letzte Woche eher liegend als auf den Beinen verbracht hat.


Ja, ein wenig stolz waren wir schon, nachdem wir samt Backpack den Felsen hochgeklettert und die letzte Hürde, eine Treppe von ungefähr 600 Stufen (kein Witz), hinter uns gebracht hatten.


Der Aufstieg hat sich gelohnt.


Da wir alle nach der 6 stündigen Tour doch ein wenig geschafft waren und keine Lust hatten erneut einen passenden kostenlosen Stellplatz zu suchen, beschlossen wir erneut eine Nacht im Kauranga Valley, auf einer DOC-Site zu verbringen. Diese "Campingplätze" könnt ich euch so vorstellen, dass man 9$ p.P. bezahlt um einen Stellplatz, natürliche Toiletten und "Wasserzufuhr" zur Verfügung gestellt bekommt. Unsere Dusche war wieder einmal der angrenzende glasklar, doch mindestens genauso kalte kleine Fluss. Hier feierten wir in der Gesellschaft von 2 Amerikanern und einem Kanadier, mit Beschallung von Kenny Rogers (Country Sänger) fröhlich in Marlens Geburtstag hinein. Um halb 1 lagen wir jedoch tiefschlafend im Bett, da der Alkohol uns nach der Wanderung doch wirklich alle Kräfte geraubt hatte.


So ein paar einsame Strände sidn doch wirklich um einiges einladender, als überbewertete Touristenatraktionen.


Da wir in Coromandel Town nicht allzu viel Glück hatten, was das freie Campen angeht und 2 mal innerhalb einer Stunde von verschiedenen öffentlichen Parkplatz vertrieben wurden, sprach Marlen am nächsten Tag ein älteres Ehepaar an, ob sie wüssten, ob unser Platz am Strand ein Stellplatz sei, wo man nicht befürchten müsse, verjagt zu werden.Diese Frage war ein richtiger Glückstreffer, da Nyra und Ray uns ohne große Überlegungen anboten, in der Einfahrt ihres Ferienhauses zu stehen und das Bad nutzen zu können. Auf der Durchreise besuchten wir sie auf ihrer Farm und verbrachten dort eine Nacht, bevor wir uns auf den Weg nach New Plymouth machten. Als kleine Aufmerksamkeit durften diese in den Geschmack eines deutschen Brotes kommen. Wir haben nämlich wirklich genug von dieser Toastkultur und schätzen nun jedes mal die Gelegenheit, wenn wir einen Backofen nutzen können, um unser eigenes Brot oder Kekse zu backen.

Eigentlich haben wir äußerst viel Glück. Wir werden des öfteren von fremden Menschen aufgenommen, wie das Beispiel von Nyra und Ray zeigt. Diese versorgten unseren Luke sogar noch mit ein wenig Diesel. Das ist unglaublich.
Ganz so glatt sollte jedoch nicht alles laufen, als wir erneut die Stadt des mich nervenden Skytowers, nämlich Auckland, aufsuchen mussten, um dort einen neuen WOF (TÜV) zu bekommen. Und wollt ihr raten, ob Luke es geschafft hat? Natürlich nicht. Glück im Unglück hatten wir aber, denn Kirsten kannte über 3 Ecken eine Deutsche, die seit einigen Jahren mit ihrem samoanischen Mann in Auckland wohnt. Von dieserkleinen Familie wurden wir wiederum aufgenommen, bis die Reperaturen an Luke beendet waren. Als wäre die Tatsache, dass Luke einen neuen Reifen brauchte, die Rücklichter repariert und er im Vorderraum ziemlich am durchrosten war nicht genug, ereilte uns auch noch die Nachricht, dass wir anscheinend ein wenig zu schnell gefahren sind... 74km/h in einer 50er Zone ist auch in Neuseeland nicht erlaubt.
Pues, bueno, mit erleichterten Geldbeuteln begaben wir uns also nach New Plymouth wo wir nocheinmal eine feste Bleibe haben sollten, da uns Steins, auf dessen Haus Marlen und ich bereits am Anfang unserer Reise aufgepasst hatten, eine Herberge geboten haben.
Hier in New Plymouth sind wir begeistert von Franziskas Obst- und Gemüsekarten und der Nettigkeit der gesamten Familie. Man fühlt sich fast wie zu Hause und schätzt es ihr selbst gebackenes Brot oder andere frische Köstlichkeiten genießen zu können, die oft auch aus eigenem Anbau stammen...selbst die Hühner versorgen einen mit Eiern.


Eigentlich wollten wir hier auch eine zweitägige hikintour auf den 2500m hohen Mount Taranaki in Angriff nehmen, doch dafür wäre noch ein guide nötig gewesen. Der Gipfel ist noch mit Schnee bedeckt und somit wurde uns wirklich davon abgeraten, diesen ohne einen erfahrenen Bergsteiger und profesionelle Montur zu besteigen. Gut, dass wir im Februar noch einmal in New Plymouth einkehren werden und der Hochsomme auch das letzte Eis zu einem fließenden Bach geschmolzen haben wird. Einen vierstündigen Ausflug haben wir trotzdem bis auf knapp 1200m gewagt.

Morgen verlassen wir nun unsere doch sehr lieb gewonnene Übergangsherberge, mit glitzernden Augen vor dem, was uns als nächstes in Rotorua und Taupo erwarten wird, jedoch auch mit ein bisschen Wehmut und Gedanken an Jens Hulk Hogan outfit, Franziskas selbstgemachte Köstlichkeiten, Antons Pfannkuchen, Benn, der nun wieder alleine spülen muss, Johanna, die freudestrahlend mit dem Rad von der Schule kommt und an die kleine Elena, die uns brabbelnd mit ihrem kritischen Gesichtsausdruck doch das ein oder andere Mal ein rieses großes Fragezeichen auf dem Kopf hat erscheinen lassen.

Ich wünsche euch allen in der Heimat eine schöne Weihnachtszeit und all den anderen Globetrottern viele neue Eindrücke und dieses Jahr eine schöne, wenn auch wahrscheinlich andere Adventszeit.

Eure Kathi

Mittwoch, 10. November 2010

Troubletrio on its way to the far North
Troubletrio, diesen Namen verpasste uns der lockere Kiwi Ryan und bei genauerem Hinschauen lag er mit dieser Bezeichnung gar nicht so falsch. Hier ein paar Geschichten der letzten 2 Wochen.
Am 7ten November kamen wir auf die wunderbare Idee uns auf den Weg zu Cape Reinga, dem (fast) noerdlichsten Punkt Neuseelands zu machen. So weit, so gut, doch wenn man nur reist, keinen geregelten Tagesablauf hat und sich jeden Abend ein neues Plaetzchen zum schlafen sucht kommt man auch schonmal auf merkwuerdige Gedanken. SO kam es, dass wir uns um 4 Uhr morgens richtung Norden machten um am Cape die Sonne aufgehen zu sehen. Nach einer 1,5 stuendigen Fahrt errreichten wir das geplante Ziel noch ein wenig schlaftrunken, doch gluecklicherweise in voelliger Dunkelheit. Diese bereitete uns jedoch ein wenig Schwierigkeiten, da wir ja den Weg zu dem bekannten Leuchtturm finden wollten. Ein Leuchtturm, ja der leuchtet, bloed allerdings, wenn dieser den Abhang runter hinter einer Kuppel versteckt die Schiffahrer vor der sich annaehrenden Kueste warnt, uns aber nicht auf sich aufmerksam macht.
Nach anfaenglicher Orientierungslosigkeit standen 3 deutsche Maedchen nun zaehneklappernd am verlassendsten Punkt der Welt, den ich bis jetzt gesehen habe und warteten sehnsuechtig auf einen hoffentlich atemberaubenden Sonnenaufgang.
Dieser Wunsch sollte uns jedoch nicht erfuellt werden, denn der bereits genannte Huegel sollte uns nicht nur die Suche nach dem Leuchtturm erschwert haben, sondern uns auch den Blick auf die aufgehende Sonne verwehren. Das kreisende Licht des Warnsignals blieb somit der einzige Lichtschimmer, der uns gegoennt wurde.Letzendlich ging die Sonne naemlich nicht ueber dem Meer, sonder fuer uns hinter den Bergen auf.
Aiai, ein Versuch war es wert und wer kann schon von sich behaupten alleine um 6 Uhr in der frueh am Cape Reinga gestanden zu haben?
Der Rueckweg wurde nach Kerikeri angetreten, wo wir erneut eine Nacht verbringen sollten und uns mit einer Backpackertruppe (2 Engtlaender, 2 Iren, 1 Kiwi und ein leider ein Dutzend Deutsche), die wir das vorherige Wochenende beim Feiern kennengelernt hatten, trafen und einen echt coolen Abend verbrachten.
Der naechste Tag fuehtre uns an die Wetskueste. Wir brachen erst gegen 2 Uhr auf und waren gespannt was uns erwarten wuerde, doch dort war absoult gar nichts, nada! man fahert 6 Stunden durch die Gegend und befindet sich mehr oder weniger in der Pampa. Das ist ja schoen anzuschauen, aber wenn die Dunkelheit naht und man immernoch keinen geeigneten Stellplatz gefunden hat ist das nicht sonderlich spassig.
Nun sind wir wirklich froh die Ostkueste wieder erreicht zu haben und werden uns auf den Weg zur Coromandel machen.
Da werden wir sicherlich auch den "Ummesser" (gut, dass ich Mathe als Abiturfach hatte) riesiger Kauribaueme bestaunen koennen, gelegentlich wird Marlen auf der linken Strassenseite fahren und ich werde bei den naeher kommenden Autos anfangen "links,links,liiiiiiiiiiiiiiiiiiinks" zu schreien und vielleicht kippt unser 10 Liter Wasserkanister wegen zu tiefer Schlaglocher auch nochmal hinten im Van um, sodass der gute Luke erstmal trockengelegt werden muss.
Auf gehts zu den naechsten Hoehlen, Wasserfaellen und natuerlich meinen geliebten Straenden.
Also Leute uns wird hier nicht langweilig, wir haben unseren Spass und aus unsehren Fehlern werden wir sicherlich lernen.
Adios amigos!


Guten Morgen Welt, wo bleibt die Sonne?


Ich wollte hier nur mal kurz durchs Bild fliegen


Aussicht von Cape Reinga

Mangawhai Heads

Ninety Mile Beach

Am A..... der Welt

Samstag, 6. November 2010

Freiheit!

Also ihr Lieben in der Heimat, ich habe genau 30 min in denen ich diesen Computer nutzenkann und deswegen werde ich nicht viel schreiben, aber an unserer ersdten Woche moechte ich euch gerne teilhaben lassen und euch natuerlich auch ein wenig neidisch machen ;-)


3 chicken on the road


so sieht unser Morgen meist aus... wir geniessen das Fruehstueck am Strand. Bis jetzt haben wir erst einen Campingplatz anfahren muessen, denn auch wenn die Schilder sagen "NO OVERNIGHT CAMPING" juckt es die Leute und auch die Polizei reichlich wenig. Teilweise haben wir sogar das Glueck nicht nur eine oeffentliche Toilette, sondern auch eine kalte Dusche am Strand zu finden um uns ein wenig aufzufrischen, wenn das nicht der Fall ist, hat es bis jetzt auch geklappt sich auf Campingplaetze zu stehelen um sich dort von Sand zu befreien.


Pakiri Beach... wir waren abgesehen von einem vereinsamten Surfer wirklich allein dort. Vielleicht liegt das aber auch an der 4km langen Schotterstrasse. Wir hatten doch arge Sorge um unseren lieben Luke (wir haben unseren Van naemlich nun getauft).


ein riesen grosser Freudensprung!


Am Abend planen wir meist die Route fuer den naechsten Tag.



einene Segeltrip in der Bay of ISlands haben wir uns gegoennt. Auch wenn das Wetter nicht den ganzen Tag mitgespielt hat, war das Geld gut inverstiert, denn wir hatten einen wirklich coolen Captain, ein leckeres Mittagessen, eine coole Crew und einen einfach genialen Tag.


Delfine haben wir auch gesehen.


Gluecklicherweise hatten wir auch die Moeglichkeit ein bisschen Kayak zu fahren.


Lookout ueber die Bay of Islands. Die kann man aber auch wirklich am besten ueber den Wasserweg besichtigen.


Falls ihr denkt, dass wir nur am Strand rumhaengen, habt ihr falsch gedacht. Oft packen wir uns unsere Wanderschuhe und machen uns auf den Weg in den naechsten Wald um ein paar Wassefaelle zu begutachten.


Ein bisschen "Kultur" ist auch dabei. Die Hundertwasser Loos in Kawakawa.


Schade, ich haette noch so viele schoene Bilder, doch die Zeit ist abgelaufen.
Bis ganz bald.

Gruesse aus der Ferne
Kathi

Donnerstag, 28. Oktober 2010

A mint car and the middle of nowhere

Es ist geschafft. Unsere eigenen 4 Waende auf Raedern wurden rundum renoviert und wir fuehlen uns pudelwohl.

Nachdem wir unsere letzten Wochenenden hauptsaechlich mit der Renovierung unseres Vans verbracht haben sind wir nun stolz euch das Ergebnis zeigen zu koennen.

Die Sitze mussten dringend gereinigt werden. Dafuer wurde mir die "airgun" in die Hand gedrueckt. Die pustet wirklich den letzten Dreck aus den Poren. Schoen war es jedoch nachher, dass dieser Dreck die eigenen Poren vertsopft hat.


Marlen nimmt sich das Auessere vor, bevor es ans Fieberglasmasseauftragen geht um die "kleinen" Rostloecher zu stopfen.

alles zugespachtelt und schon wieder schoen abgeschliffen. Die Fenster sind auch bereits abgeklebt, damit es ans Grundieren gehen kann.


Puh, das Abschleifen war anstrengend!


Ohoh, I'm walking on sunshine
Let's tag it!

Dieses "kleine" Rostloch zierte den Innenraum

wurde dann aber ausgetrocknet, zugeschweisst und mit einem extra Schaum ausgespritzt.
ein erneutes Auftragen der Spachtelmasse liess sich nicht vermeiden und das Abschleifen leider auch nicht, was dazu fuehrte, dass das komplette Auto nocheinmal einer Grundreinigung unterzogen wurde.

Ich bin ergraut...genauso wie der Rest des Innenraums.
Holy guacamole, we're done. It's time to go on the road!
Nachdem Charlene und James noch in den Genuss der deutschen Kueche kommen konnten, waren wir voller Freude uns am naechsten Morgen auf den Weg zu Finbar zu machen, welchen Marlen die letzten 3 Tage eifrig fuer seine anstehenden pruefungen vorbereitet hat. Wir wurden herzlich von Robyn (seiner Mutter) und Kate (Schwester) aufgenommen. Hierbei wurde mir klar, wie sehr ich doch meinen Lieblingsbruder vermisse, denn Finbar hatte grosses Interesse daran mich zu zickeln und einem zu vermitteln, wer denn der Boss hier sei.




Die Culleys wohnen in Pukekawa und das ist wirklich im Nirgendwo. Ich war immer der Annahme, dass Lena in Hembach wirklich abgeschnitten wohnt, doch dort gab es wirklich nichts ausser Wiesen, Himmel, Schafen und Kuehen. Aprops Kuehe. Marlen und ich haben Cowgirls gespielt und Finbar dabei geholfen seine 2 Kaelbchen vom Nachbarn abzuholen und in ihr neues Gehege zu leiten. Sie haben sogar besser gehoert als ich erwartet haette.
So, das war es fuer nun. Diesmal nur wenig Text, dafuer aber viele Bilder. Wir werden unserem ehemaligen Boss jetzt noch einen Besuch abstatten und uns dann auf den Weg nach Silvia Parks machen um Kirsten aufzusammeln.
Liebe Gruesse ins kalte Deutschland,
Eure Kathi

Freitag, 22. Oktober 2010

end of kebabing...finally!

so ihr Lieben in der Heimat. Ich kann euch nun freudestrahelnd mitteilen, dass ich gerade meine letzte Schicht im Kebabshop hinter mich gebracht habe und einfach nur unglaublich gluecklich bin.
Die Arbeit war, wie ich zugeben muss, wirklich in Ordnung und mit meinem Boss habe ich mich nach anfaenglichen Schwierigkeiten gut verstanden, doch nun ist Schluss mit rotierenden Doenerspiessen, merkwuerdigen Kunden, die Schweinekebabs oder Fischkebabs bestellen moechten, Ausrufen wie "guys, KATRIN (das bin uebrigens ich)... you burned chicken", kaputten Haenden und Brandspuren, weil der Ofen zufaelligerweise doch heiss ist und last but not least, dem Paprikaschneiden. Manch einer mag sich nun denken, wieso das Verarbeiten eines Gemueses hier mit aufgelistet wird, doch wer mich kennt, kann sich sicherlich vorstellen, dass dies mit eine der haertesten Aufgaben fuer mich gewesen ist.
Doch das ist nun passe.

Wie geht es weiter?
Unser Van ist, abgesehen von einem mittelgrossen Rostloch, startklar und laeuft "fucking mint!". Wir haben die letzten freien Tage damit verbracht ihn auf Fordermann zu bringen und das auch recht erfolgreich. Davon werde ich euch aber ganz bald noch berichten, denn wir werden uns naechsten Montag auf den Weg zu Finbar machen, wo Marlen mit ihrem Spanisch und Geschichtswissen noch ein wenig ihr Konto aufbessern kann und uns dann Donnerstag endlich aufbrechen. Die geplante Party wird nicht stattfinden, denn eine Woche laenger mit uns wollten wir Charlene und James nicht zumuten... Das Zusammenleben war eine neue Erfahrung fuer uns alle und wir sind auesserst froh bald unsere eigenen "vier Waende" zu haben. Diese vier Waende werden jedoch ordentlich gefuellt sein, denn unser Van muss nicht nur 2 kebabshopgeschaedigte Maedels, sondern noch einen dritten Passagier beherbergen. Wer das ist? Die liebe Kirsten hat sich auch auf den Weg zu den Kiwis gemacht und wird sich am 28ten zu uns gesellen. Das wird ne moards Gaudi.

Das wars fuer heute. Im naechsen Post werden Bilder von unserem ungetauften Van folgen. Haltet dir Ohren steif.
Ich sende liebe Gruesse nach Bolivia, Peru, Australia, Mexico, Espana, Teneriffe, in den Tschad et naturellement in die Heimat!

P.s. Lasst euch von meinem Sprachenmix nich verwirren. Ich habe heute eine tahitianische Reisegruppe bedient und habe somit Englisch, Franzoesisch und faelschlicherweise Spanisch in einem benutzt. Das war ein Chaos!


man drehe sich das Bild doch bitte im Kopf!

" KATRIN, you forgot to put oil in rice" , sagte Nedim und schlug die Haende ueber dem Kopf zusammen
Chickenkebab or Lambkebab, ah Falafelkebab! Which sauces would you like to have on that? You can choose three of those. Okay, Garlic- Yoghurt, Honeymustard and Sweetchilli. Would you like to have it with all the salads? All the salads? Yes, all of that? Everything, except for the gerkins. Okay, Falafelkebab,that's 8 $ please. Oh, sorry, I wanted a Foccacia combo with wedges and sour cream.... das taegliche Chaos hat nun ein Ende.